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Simone´s Schwangerschaftstagebuch November 2006

 

Montag, 06.11.2006

Ich bin schwanger! Heute habe ich den Test gemacht und er war positiv. Ich war überrascht, obwohl ich es doch schon geahnt habe. Seit einigen Tagen war mir schrecklich kalt, mein Frühstück ekelte mich an und ich war noch müder als sonst. Aber es ist erst der 15. Tag, ich hätte nicht gedacht, dass die Schwangerschaftsanzeichen so schnell eintreten! Meine letzte Schwangerschaft vor zwei Jahren haben wir erst in der 5. Woche festgestellt, da hatte ich die gleichen Anzeichen. Vorher habe ich wohl nicht so darauf geachtet. Aber jetzt kenne ich meinen Körper schon sehr genau. Das hätte ich doch gar nicht gedacht, dass auf den solch ein Verlass ist! Ich habe heute gleich bei meiner Frauenärztin angerufen, morgen gehe ich hin. Mal sehen, ob alles in Ordnung ist. Aber warum sollte es nicht so sein? Ich bin gespannt, ob man schon am Ultraschall etwas sieht... Nun muss ich erst einmal alle meine Gedanken ordnen und mich daran gewöhnen, dass ich zum zweiten Mal Mama werde. Hoffentlich kann ich gleich einschlafen.

 

Dienstag, 07.11.2006

Heute waren wir beim Arzt, mein Mann und Steven waren auch mit dabei. Nun ist es ärztlich bestätigt, ich bin tatsächlich schwanger. Beim Ultraschall konnte man die kleine Fruchtblase schon erkennen. Sie ist 8,4 mm groß. Das lustige ist ja, dass ich vorige Woche auch schon einmal bei der Ärztin war und sie per Ultraschall nachgesehen hat, ob ich schwanger bin. Auf dem Monitor war nichts zu sehen, es war wohl noch zu früh. Ich war der festen Annahme, nicht schwanger zu sein. Und nun diese Überraschung! Steven, du bekommst ein Brüderchen! Oder ein Schwesterchen. Ansonsten war alles in Ordnung bei der Untersuchung. Nur was den Entbindungstermin betrifft, konnte die Ärztin noch nicht Genaues sagen, da man an der Fruchtblase noch nicht ausmessen konnte, wie groß der Embryo tatsächlich ist. Den 22. 10., welchen ich als Zeugungstermin angegeben habe, wollte meine Ärztin noch nicht unterschreiben, da sie meinte dass in der kurzen Zeit eigentlich noch nicht solche ausgeprägten Schwangerschaftsanzeichen auftreten, wie ich sie schon habe. Vielleicht ist es schon eher passiert?! Am 7. Dezember habe ich die nächste Untersuchung. Dann erfahren wir sicher mehr. Im Moment ist mir einfach nur übel. Die Übelkeit ist kommt nicht nur morgens, sondern quält mich fast den ganzen Tag über. Wenn ich etwas esse, geht’s kurze Zeit besser. Aber hinterher ist mir schon wieder schlecht. Und entweder friere ich, oder ich schwitze total. Meistens –wie jetzt eben- habe ich über den langärmligen Pullover noch mein dickes Flanellhemd gezogen, ein Halstuch um und zwei Paar Socken an. Man bedenke, in unserer Wohnung herrschen wohlige 24 °C. Wäre ich nicht schwanger, würde ich an meinem Gesundheitszustand zweifeln! Ich habe es mittlerweile meinen beiden besten Freundinnen und meiner Schwester erzählt, dass ich wieder Mama werde. Unseren Eltern und meinem Arbeitgeber wollen wir es aber erst nach den „kritischen“ ersten drei Monaten mitteilen. Man weiß ja nie, was noch passiert. Aber mein Mann sagt immer, ich soll positiv denken. Ich versuche es ja, aber ich fürchte dass ich mir in dieser zweiten Schwangerschaft viel mehr Gedanken machen werde, ob alles gut geht, als in der ersten.

 

Mittwoch, 08.11.2006

Mir war wieder die ganze Zeit übel. Steven hatte diese Nacht zum Tag gemacht, ich habe nur wenig schlafen können. Heut morgen war ich wie gerädert, hundemüde. Deswegen war die Übelkeit wahrscheinlich so schlimm. Ich habe den ganzen Vormittag damit zugebracht, irgendwie dagegen anzukämpfen und eine fröhliche Mama für Steven zu sein. Das war ganz schön schwer. Am liebsten wäre ich ins Bett gegangen und hätte geschlafen. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass ich in der ersten Schwangerschaft auch solche starken Beschwerden hatte. Aber da hatte ich ja die Möglichkeit, einfach mal auszuruhen, wenn mir danach war. Heute gibt’s kaum Verschnaufpausen. Wenn Steven im Bett liegt, arbeite ich am PC. Es ist ja toll dass ich meinen Job habe, ich liebe ihn auch. Aber jetzt würde ich ganz gern mal einen Gang zurückschalten. Ich bekomme je nur die Stunden bezahlt die ich arbeite und mit unserem Haus brauchen wir auch das Geld. Aber ich werde schon durchhalten, ich bin ja nicht krank, nur schwanger!

 

Donnerstag, 09.11.2006

Heute war ich einkaufen. Der Gang durch die Supermarktregale war überhaupt nicht schön, denn der Anblick von Essen löst bei mir größtenteils Übelkeit aus. Ich muss mich zwar zum Glück nicht erbrechen, aber es ist total unangenehm. Wenigstens kam ich so nicht in Versuchung, Schokolade zu kaufen. Normalerweise fällt es mir ja immer schwer, an den Süßigkeiten vorbeizugehen. Heute habe ich dem Regal keinen Blick geschenkt. Als unser Kinderwunsch nach Steven erneut erwachte, hatten wir folgende Kriterien: Mein Mann hat sich schon immer ein zweites Kind gewünscht. Ich dagegen war erst unsicher, nach der heftigen Geburt von Steven habe ich die erste Zeit sogar überhaupt kein zweites Kind gewollt. Aber nach und nach änderte ich meine Meinung. In erster Linie wünschte ich mir für Steven ein Geschwisterchen. Ich selbst habe eine Schwester und möchte sie nicht missen. Und der zweite Punkt war, ich wollte einfach noch einmal das Wunder Schwangerschaft und Geburt erleben- und genießen. Mit dieser Übelkeit hat meine Schwangerschaft allerdings im Moment nicht viel mit Genuss zu tun... Aber ich bin wohl zu ungeduldig. Diese Beschwerden hielten in meiner ersten Schwangerschaft nur ca. die ersten drei Monate an. So lange muss ich wohl geduldig sein...

 

Freitag, 10.11.2006

Meine Übelkeit ist unverändert, heute habe ich mich sogar vor dem geplanten Einkauf gedrückt, weil ich keine Lust hatte, die widerlichen Nahrungsmittel im Supermarkt zu sehen. Ich bin auch irgendwie total antriebslos. Dabei war heut so schönes Wetter, früher wäre ich mit Steven sofort spazieren gegangen. Doch heut habe ich ewig gebraucht um mich aufzuraffen. Und dann habe ich nur gefroren, wir sind ganz schnell wieder heimgegangen. Ich habe auch gemerkt, dass ich mich mental noch gar nicht richtig auf „Schwangerschaft“ und das kleine Wesen, was in mir nun heranwächst, eingestellt habe. Im Alltag dreht sich alles nur um Steven, den Haushalt, meine Arbeit und jetzt kämpfe ich noch gegen dieses Unwohlsein, was soviel Energie auffrisst. Da komme tagsüber kaum einmal dazu, an „Kind Nr. 2“ zu denken, wie es ihm geht, wie es wächst etc. Ich denke oft nur daran, wenn ich meine Folsäuretablette esse. Das ist wirklich schade. Aber ich glaube, wenn der Krümel etwas größer ist, werde ich auch eine stärkere Beziehung aufbauen können. Ich freue mich schon auf den 7. Dezember, wenn die nächste Untersuchung bei meiner Frauenärztin ansteht. Dann kann ich das Kleine wenigstens einmal im Ultraschall sehen.

 

Samstag, 11.11.2006

Ich mache an manchen Tagen, wenn ich es zeitlich schaffe, abends ein paar Minuten Gymnastik. Für meinen Rücken und damit ich allgemein noch bissel in Form bleibe. (Seit Stevens Geburt bin ich mit meinem Körper nicht mehr richtig zufrieden. Ich müsste viel mehr machen, aber mir fehlt durch die Arbeit abends einfach die Zeit) Die Bauchübungen habe ich ab heute weggelassen, da mein Bauch ja zukünftig wachsen wird und da müssen die Muskeln sowieso nachgeben. Ich muss gestehen: Eigentlich bin ich darüber ganz froh darüber, weniger Übungen zu machen, weil ich jetzt durch die Müdigkeit kaum noch Lust zur Gymnastik habe.

 

Montag, 13.11.2006

Gestern war mir zwischenzeitlich auch manchmal ganz „normal“ zumute, ohne Übelkeit. Das war herrlich. Aber im selben Moment war ich plötzlich besorgt, ob etwas mit der Schwangerschaft nicht stimmt, weil mir plötzlich nicht mehr schlecht war. Ich habe es ja geahnt, ich mache mir wegen jeder Kleinigkeit Sorgen! Dafür war es aber heute umso heftiger. Ich musste bei Aldi einige Lebensmittel kaufen, das war eine Qual. Ich glaube, mir stand mein Ekel förmlich ins Gesicht geschrieben, ich habe bestimmt total komisch geguckt. In unserer Küche häufen sich jetzt gesunde Lebensmittel: Äpfel, Apfelsinen, Mohrrüben... ich wollte mich gesünder ernähren und ich kann es doch nicht essen! Und ich habe Appetit auf Sachen, die ich eigentlich gar nicht mag: gerade habe ich mir ein Glas Traubensaft eingeschenkt, denn den mag ich seltsamerweise trinken. Heut Abend wäre ich am liebsten schon gegen 20:00 Uhr ins Bett gegangen, auch wenn ich nicht gearbeitet und das Geld gefehlt hätte. Egal! Aber mein Projekt hat Termindruck, ich kann mir keine Pause leisten. Ich könnte ja meinen Arbeitskollegen einweihen, der hätte sicher Verständnis, wenn ich nicht so viel arbeiten kann. Aber ich will es noch niemandem in der Firma sagen, dass ich schwanger bin.

 

Dienstag, 14.11.2006

Ich bin todmüde. Heute tagsüber, als ich mit Steven Bilderbücher anschaute, merkte ich richtig wie ich manchmal einnickte. Ganz kurz nur, aber immer wieder. Ich wollte mich daraufhin mit Steven schlafen legen, aber er wollte nicht schlafen. Leider. Nachmittags hatte ich dann eine Besprechung in meiner Firma. Dort wurde mir noch mal gesagt, wie wichtig und dringend dieser Abgabetermin in meinem Projekt ist. Ich kann heut Abend nicht frei nehmen, obwohl ich es eigentlich brauche. Deswegen habe ich mich dann auch mit meinem Mann gestritten. Er sagt, meine Arbeit sei völlig unwichtig, wichtig sei nur das Baby, was in meinem Bauch wächst. Er will nicht verstehen dass ich aber auch meine Verpflichtungen und meinen Ehrgeiz habe. Mir ist das Baby auch wichtig, natürlich! Und ich versuche auch, kürzer zu treten. Aber es geht nun mal nicht einfach von heute auf morgen. Und mit einem Kleinkind, was ich tagsüber rund um die Uhr zu betreuen habe, geht es auch nicht ohne weiteres. Steven sagt nicht: Mama, du siehst so müde aus, leg Dich doch mal schlafen und ich spiele eine Stunde allein. In meiner ersten Schwangerschaft habe ich auch eine Menge Stress durchgemacht, es hat Steven zum Glück nicht geschadet. Aber ich weiß, man soll das Schicksal auch nicht herausfordern.

 

Donnerstag, 16.11.2006

Gestern Abend habe ich einmal nicht gearbeitet. Ich war so müde, habe unbedingt mal Ruhe gebraucht. Aber der eine freie Abend hat wohl nicht gereicht, ich bin immer noch müde. An meiner Übelkeit hat sich nicht viel geändert, ich muss mich meistens zum Essen zwingen. Ich stille ja Steven nachts und mittags noch und die Schwangerschaft erfordert auch eine halbwegs ausgewogene Ernährung. Das bringt mich in Gewissensnot, denn ich ernähre mich im Moment nur davon, was ich eben ertragen kann. Und das war heute zum Beispiel nur ½ Brötchen mit Nuss-Nougatcreme, 2 Teller Kürbissuppe, zwei Scheiben Brot mit Senf, Tee und etwas Traubensaft. Aber wenn die ersten drei Monate vorbei sind, ist die Übelkeit sicher auch weg, das macht mir Mut. Doch im Moment mache ich Sachen, die ich eigentlich nie mache: ich werfe Brot oder Brötchen weg. Weil ich es einfach den ganzen Tag nicht essen konnte und es total ausgetrocknet ist. Was kann ich denn sonst damit machen? Seit gestern habe ich auch wieder diesen leisen dumpfen Schmerz in der Kreuzbeingegend. Den hatte ich völlig vergessen. Aber seit ich das Gefühl wieder habe, erinnere ich mich auch daran, dass ich das in der letzten Schwangerschaft auch hatte. Und sonst noch nie. Ich weiß nicht mehr, woher das kommt, ich glaube da dehnen sich Bänder. Ich muss einmal meine Ärztin fragen.

 

Freitag, 17.11.2006

Heute war mir insgesamt nicht ganz so übel wie gestern. Deswegen habe ich mir heut Abend erlaubt, meine beiden letzten Riegel Erdbeerjoghurt-Schokolade zu essen. Wieso ich das gemacht habe, weiß ich nicht genau. Vielleicht habe ich gehofft, dass sich der frühere Genuss wieder einstellt, den ich vor wenigen Tagen noch beim essen empfunden habe. Das war nämlich immer meine Lieblingsschokolade, ich konnte mich beim Naschen kaum zügeln. Doch es hat erstens nicht besonders geschmeckt und zweitens ist mir nun noch mal richtig schlecht geworden. Ich bin gespannt ob ich nun Gewicht verlieren werde, immerhin esse ich deutlich weniger. Irgendwie habe ich den Eindruck, ich werde krank. Eben musste ich total niesen und ich fühle mich auch etwas seltsam. Hoffentlich irre ich mich, denn wenn ich wirklich krank werde, kann ich als Schwangere ja kaum Medikamente nehmen. Ich hatte da in der letzten Schwangerschaft schon ziemliche Probleme, eine heftige Erkältung auszukurieren.

 

Samstag, 18.11.2006

Was meine Schwangerschaftsbeschwerden betrifft, so kommt jetzt neu hinzu, dass meine Brustwarzen ziemlich empfindlich geworden sind. Das an sich wäre ja kein Problem, wenn ich nicht noch stillen würde. Das Thema Stillen bereitet mir sowieso schon die ganze Zeit Kopfzerbrechen, da ich nicht weiß wie ich Steven am besten abstillen soll. Ich möchte jedenfalls nicht zwei Kinder stillen, wenn einmal das Baby da ist. Nun kommt noch hinzu, dass es langsam schmerzhaft wird. Nur Steven weiß das ja nicht, er besteht weiterhin auf seine Milchmahlzeit. Mit dem Fläschchen gibt er sich nicht zufrieden und er schläft mir sonst auch nicht ein. Nun ja, ich habe noch einige Monate Zeit, ich hoffe das regelt sich noch irgendwie von selbst. Ansonsten geht es mir immer noch unverändert: Müdigkeit, Übelkeit und Frieren sind meine ständigen Begleiter. Ab und an schwitze ich auch mal total heftig, aber wenn ich mir meinen dicken Pullover dann ausgezogen habe, kommt schon wieder ein Kälteschauer. Es ist total verrückt und ich freue mich wirklich auf das zweite Schwangerschaftstrimenon, wenn hoffentlich die Beschwerden nachlassen.

 

Montag, 20.11.2006

Heute war wieder ein besonders „übler“ Tag, mir war wirklich heftig schlecht. Das lag aber sicher auch daran, dass ich nur so wenig gegessen habe. Ich muss mir das Essen so hineinzwingen, am liebsten wäre mir, man könnte es intravenös einspritzen. Dann müsste ich es nicht schmecken. Und ich habe ja auch ständig Hunger, aber ich will einfach nichts zu essen sehen. Heute Abend gab es bei uns auch wieder nur Tiefkühlfertigkost, weil ich nicht kochen mag. Seltsamerweise habe ich da zum Essen endlich einmal wieder etwas Appetit gehabt. Mein Mann und ich haben uns heute einmal darüber unterhalten, ob „es“ ein Junge oder ein Mädchen wird. Bei der ersten Schwangerschaft wollte ich unbedingt ein Mädchen, ich war richtiggehend enttäuscht als die Ärztin feststellte, dass es ein Junge wird. Heute bin ich mit meinem Jungen sehr glücklich und hätte nichts dagegen, wenn das zweite auch ein Junge wird. Mein Mann tippt auf ein Mädchen, weil mir diesmal so extrem übel ist. Nun, wir haben noch eine lange Zeit vor uns bis wir es erfahren werden, das ist ganz schön spannend. Aber prinzipiell ist mir wirklich egal, was es wird. Jedes Kind ist einzigartig und auf seine Weise wunderbar, ganz gleich ob Junge oder Mädchen.

 

Dienstag, 21.11.2006

Vorhin habe ich einmal in meinem Mutterpass geblättert und das Gravidogramm meiner ersten Schwangerschaft angesehen. Die wurde damals in der 6. Woche festgestellt. Man sah ebenfalls nur die Fruchtblase, die war aber schon 14,2 mm groß. Bei mir waren es ja jetzt nur 8,4 mm. Ich bin nämlich am überlegen, ob ich nicht schon etwas länger schwanger bin als ich vermute. Das wäre nicht so toll, denn ich habe mit der Folsäure-Einnahme erst Anfang November begonnen. Ich habe ja nie geglaubt dass ich so schnell schwanger werde! Ach, wenn nur schon der 7. Dezember wäre und ich zur nächsten Untersuchung gehen könnte! Dann gibt’s endlich Klarheit. Aber andererseits, meine Mutter hat damals ganz sicher auch keine Folsäure genommen und meine Schwester ich sind trotzdem gesund... Ansonsten geht es mir unverändert, die Übelkeit quält mich immer noch den ganzen Tag. Allerdings ist es heute gegen Abend etwas besser geworden. Vielleicht passiert das ja jetzt öfter, das wäre toll!

 

Donnerstag, 23.11.2006

Heute ist wieder so ein Tag, wo ich mich total schlecht fühle. Mit der Arbeit trete ich ja schon kürzer, arbeite weniger Stunden. Und gestern Abend bin ich sogar schon 20 Uhr schlafen gegangen weil ich so müde war. Aber soviel Schlaf wie ich brauche, kann ich einfach nicht bekommen. Ich kann nicht jeden Abend 20 Uhr im Bett liegen, leider. Ich friere auch wieder so sehr, glaube aber dass das auch vom wenigen Essen kommt und mein Körper einfach nicht genug „Brennstoff“ zur Verfügung hat. Heute beim Einkaufen habe ich mir eine Tüte Fruchtgummis mitgebracht, die habe ich in meiner ersten Schwangerschaft nur so verschlungen. Aber als ich zuhause gekostet habe, musste ich feststellen, dass die Gummis überhaupt nicht geschmeckt haben. Alles hat so einen komischen Beigeschmack, kein Wunder dass ich keinen Appetit habe! Bei den Fruchtgummis habe ich das jetzt ganz deutlich gespürt, bei denen habe ich nämlich noch die genaue Erinnerung wie toll die früher geschmeckt haben. Und jetzt schmeckt es furchtbar. Mein ganzer Geschmackssinn hat sich völlig verändert. Was auch Schwierigkeiten macht, ist das Trinken. Ich ekele mich auch vor sämtlichen Getränken. Ich schaffe gerade mal so 1,5 Liter am Tag, dabei sollen Schwangere doch viel trinken.

 

Samstag, 25.11.2006

Heut Nachmittag beim Einkaufen dachte ich beinahe, ich falle um, so schlecht war mir. Ich habe fast fluchtartig mit Steven im Einkaufswagen den Supermarkt verlassen. Zuhause angekommen musste ich mich erst einmal hinlegen und habe angefangen zu weinen. Ich war so fertig, habe mich gefragt wie ich das in dem Zustand alles schaffen soll. Aber etwas später ging es wieder besser. Mein Mann und ich haben uns sogar schon einmal über das neue Kinderzimmer fürs Baby unterhalten, wie wir das dann alles einrichten wollen. Das war richtig schön, so ein bissel zu träumen. Heute Abend musste ich dann endlich einmal nicht kochen, das hat mein Mann einmal gemacht. Das war auch wirklich toll, denn wenn ich nicht selbst kochen muss wird mir auch nicht so übel. Also ist der Samstag trotz Übelkeit doch noch ganz nett geworden.

 

Sonntag, 26.11.2006

Heute war mir endlich einmal nicht so schlecht wie sonst, nur eine leichte Übelkeit und mein „verdrehter“ Geschmackssinn haben mich etwas geärgert. Also damit könnte ich ganz gut leben. Hoffentlich ist mit dem Krümel in meinem Bauch noch alles in Ordnung und die Beschwerden haben nur

 

Mittwoch, 29.11.2006

Ich esse wieder mehr, aber nur aus Vernunft und nicht weil es mir weniger übel ist. Die Übelkeit hält immer noch an und wenn ich etwas esse, dann ohne Appetit und mit einem flauen Gefühl im Bauch. Ganz selten kommt es ein Mal vor dass ich etwas finde, worauf ich Appetit habe und das wird dann eine richtige Fressattacke. Größtenteils ernähre ich mich von Dingen die süß sind, wie Cornflakes mit Kakaomilch oder das Frühstücksbrötchen mit Marmelade. Und mein täglich Glas schwarzer Johannisbeersaft. Welch eine Abwechslung! Ein Dauerzustand sollte das nicht bleiben, denn eigentlich muss ich mich ja gesund ernähren.

 

Donnerstag, 30.11.2006

Morgen habe ich von der Firma aus Weihnachtsfeier. Wir besuchen eine Oper und es gibt ein tolles Fest-Bankett, gekocht von einer Star-Köchin dazu. Das geht schon nachmittags los, bis spät abends. Eigentlich habe ich ein bissel ein schlechtes Gewissen wenn ich hingehe, weil mein Mann sich dann den ganzen Nachmittag und Abend um Steven kümmern muss. Und das Einschlafen wird sicher nicht einfach weil Steven ja sein Gutenacht-Stillen möchte. Auch wenn Steven jetzt schon groß genug ist und das nicht mehr dringend braucht, er kommt auch ohne Stillen aus. Aber der Kleine macht es eben so gern! Doch es ist wahrscheinlich das erste und letzte Mal dass ich die Möglichkeit habe, einmal abends auszugehen. Seit Steven da ist war ich keinen Abend mehr weg, immer musste ich zuhause bleiben weil ich ihn ja stillen musste. Und wenn ich jetzt nicht mal ausgehe, werde ich das wahrscheinlich die nächsten 2-3 Jahre auch nicht mehr machen können. Wenn das Baby dann da ist, gibt es keine Möglichkeit mehr zum weggehen, dann werde ich zuhause voll gebraucht. Und hochschwanger werde ich mich auch nicht zu solchen Aktionen hinreißen lassen. Ich freue mich auf morgen und hoffe, dass mir Übelkeit und die Sorge, ob zuhause alles gut läuft, nicht den Abend verderben und ich das alles genießen kann.

 

Weitere Tagebücher

 

  • Simone November 2006

    Ich bin schwanger! Heute habe ich den Test gemacht und er war positiv. Ich war überrascht, obwohl ich es doch schon geahnt habe. Seit einigen Tagen war mir schrecklich kalt, mein Frühstück ekelte mich an und ich war noch müder als sonst...

  • Simone Dezember 2006

    Gestern war unsere Firmen-Weihnachtsfeier und es war wirklich schön. Super Essen und ich weiß nicht wieso, aber mir war kein bisschen übel...

  • Simone Januar 2007

    Nun bin ich in der dreizehnten Woche. Meine Übelkeit hat sich auf ein erträgliches Maß reduziert, auch wenn sie fast immer präsent ist...

  • Simone Februar 2007

    Heute war ich wieder bei der Frauenärztin. Ich hatte recht mit dem Eisenmangel, der Wert lag heute nur bei 10,5 und ich muss nun Tabletten nehmen.

  • Simone März 2007

    Heute war ich beim Arzt wegen der Mutter-Kind-Kur und er hat meinen Antrag ohne Einwände ausgefüllt und unterschrieben. Wenn es nach ihm geht, bekomme ich die Kur. Nun ist es nur eine Frage der Krankenkasse, ob sie es genehmigen werden.

  • Simone April 2007

    Heute war ich wieder bei meiner Frauenärztin. Es wurde endlich ein CTG geschrieben, darauf hatte ich mich ja schon lang gefreut! Es ist schon ein seltsames Gefühl, wieder nach so langer Zeit das Gerät angeschlossen zu bekommen und die Herztöne des Babys zu hören. Es klang wie ein galoppierendes Pferdchen.

  • Simone Mai 2007

    Gestern war endlich der Arzttermin. Es gab leider keinen Ultraschall, aber dafür ein CTG und das ist ja auch schon was. Es ist alles in Ordnung mit dem Baby, meine Eisenwerte sind wieder im Absinken aber noch o.k. und ich wiege nun 68,6 kg.

  • Simone Juni 2007

    Vorhin sind wir nun vom Geburtsvorbereitungskurs wiedergekommen, mein Mann und ich. Es war ein schöner Abend, wir haben auch noch etwas dazugelernt. Ich hoffe, dass mein Mann mich bei der Geburt mit ein paar Massagegriffen und Atemtechniken unterstützen wird, die wir heute probiert haben. Was ich etwas traurig fand, war der Moment, als die Hebamme die Männer fragte, was sie an der Schwangerschaft bisher am schönsten fanden.

  • Simone Juli 2007

    Heute beginne ich nun das letzte Tagebuch zu schreiben, meine Schwangerschaft wird diesen Monat enden. Wenn ich darüber nachdenke, wie ich im November damit angefangen habe, so ist doch die Zeit unheimlich schnell vergangen. Ich hatte viele Erwartungen, manche haben sich nicht erfüllt. Und andere Dinge, die ich nicht vorhergesehen habe, sind eingetroffen.

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie in folgenden Blogs: Wunschkinder-Blog | Familienpolitik | Baby-Blog

 

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