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Simone´s Schwangerschaftstagebuch Januar 2007

 

Dienstag, 02.01.2007

Nun bin ich in der dreizehnten Woche. Meine Übelkeit hat sich auf ein erträgliches Maß reduziert, auch wenn sie fast immer präsent ist. Mein Appetit ist weiterhin etwas verkorkst, am meisten ekelt mich der Gedanke an Brot und fast alle Gemüse. Silvester habe ich gut überstanden, Steven war so nett uns hat bis 0:30 Uhr geschlafen, so dass ich bis zum Jahreswechsel und Anstoßen (mit meiner „Mini-Bowle“) mit draußen bleiben durfte. Ich habe auch nicht alles davon getrunken, heute Abend habe ich den letzten Rest noch getrunken. Ich weiß nicht ob das jetzt verantwortungslos war, denn man soll ja keinen Alkohol trinken wann man schwanger ist. Aber es gibt eben Anlässe, an denen möchte man wenigstens ein kleines bisschen „mitmachen“. Auch als meine Schwester vorigen Monat heiratete, habe ich ein halbes Glas Sekt getrunken- mit schlechtem Gewissen. Eine weitere Verantwortungslosigkeit habe ich begangen, als ich vor einigen Tagen Appetit auf Lachs hatte und mir so ein Päckchen Räucherlachs kaufte. Es war total lecker, und am nächsten Tag habe ich zufällig gelesen, dass man als Schwangere keinen Räucherlachs essen soll, wegen der Listerien. Das war auch wieder so ein Schock! Ich weiß ja, dass ich keinen rohen Fisch essen soll, aber dass Räucherlachs auch darunter fällt, habe ich nicht gewusst. Ich habe mich nun auch über Listeriose informiert und wenn ich da so lese, was man als Schwangere so alles beachten soll, bekomme ich gleich eine Gänsehaut! In meiner ersten Schwangerschaft habe ich eigentlich gar nicht besonders darauf geachtet, nur kein rohes Fleisch/ Fisch und Alkohol zu mir genommen. Und trotzdem ist alles gut gegangen. Nun mache ich mir viel mehr Gedanken, hoffentlich kann mir meine Frauenärztin beim nächsten Termin ein bisschen die Angst nehmen! Übermorgen ist es soweit, ich bin schon gespannt wie es dem Kleinen geht!

 

Donnerstag, 04.01.2007

Heute war der Termin bei meiner Frauenärztin. Es war schön, das Kleine wieder im Ultraschall zu sehen. Es ist gewachsen, ist nun 69 mm groß. Man hat alles richtig gut sehen können: die Wirbelsäule, die kleinen Arme und Beine, die Nabelschnur, sogar einmal kurz das Gesicht. Mit seiner Entwicklung ist alles in Ordnung. Meine Eisenwerte sind noch im Normalwert, wenn auch etwas gesunken und mein Gewicht hat sich noch nicht erhöht. Was mein Problem mit dem Räucherlachs betrifft, so hat meine Ärztin gesagt, ich solle das in Zukunft besser lassen. So richtig beruhigen konnte sie mich auch nicht, ich kann nur hoffen dass bisher nichts passiert ist und ich zukünftig einfach besser aufpasse, was ich esse. Nur gegarte bzw. erhitzte Sachen! Und Obst und Gemüse nur wirklich gut gewaschen essen. Meistens habe ich es eilig, spüle die Sachen zwar ab, aber richtig gründlich waschen tue ich Obst fast nie, wenn ich es esse. Bei meiner ersten Schwangerschaft habe ich es aber ebenfalls nicht so genau genommen, aus Unwissenheit und Sorglosigkeit. Aber beim zweiten Kind ist man wohl einfach besorgter, weil man nun weiß was alles passieren kann und welch ein großartiges Geschenk ein gesundes Kind ist. Heute wurde ich auch gefragt, ob ich die Nackentransparenz des Fötus messen lassen will, um eine etwaige Trisomie zu erkennen. Ich hab mir darüber, ein behindertes Kind zu bekommen, schon öfter Gedanken gemacht. Schließlich bin ich schon 33 Jahre alt, mit zunehmendem Alter steigt ja auch das Risiko. Man weiß ja nie, was das Leben für einen bereithält. Aber ich scheue mich vor solchen Untersuchungen und den Entscheidungen, die man dann vielleicht treffen muss: zu entscheiden, ob man das Kind vielleicht abtreiben sollte, weil es evtl. krank ist. Zumal diese Untersuchungen auch nicht zu 100% sichere Ergebnisse bringen. Ich bin ein gläubiger Mensch- wenn auch kein Kirchgänger- und lege die Entscheidung in diesem Falle in Gottes Hände. Allerdings vertraue ich einfach darauf, dass alles gut gehen wird und unser Kind ein gesundes Kind sein wird.

Samstag, 06.01.2007

Mein Bauch wächst! Seit zwei, drei Tagen habe ich es schon vermutet, wenn ich mich so von der Seite im Spiegel angesehen habe. Doch heute haben meine Jeans beim zumachen am Reißverschluss geklemmt und als ich meinen Mann im stehen umarmt habe, hat mein Bauch an seinen gestoßen. Ich meine, beim umarmen berührt man nun mal mit dem Bauch den Bauch des anderen, das ist ja normal. Aber wir sind heute „kollidiert“, weil der Bauch irgendwie auch härter ist! Das war voll lustig, wir mussten erst einmal darüber lachen. Bei näherer Betrachtung habe ich dann auch bemerkt, dass sich mein Nabel schon ein wenig nach außen wölbt. „Wow!“ So schnell ging es bei meiner ersten Schwangerschaft nicht! Ich habe nun auch den Bauchumfang gemessen, es sind 88 cm! Seit dem 25.12. sind es 4 cm mehr geworden. Hoffentlich geht es nicht auch weiterhin so schnell, denn am Dienstag habe ich einen Termin mit meinem Chef und möchte ihn von meiner Schwangerschaft unterrichten. Es wäre ja peinlich, wenn er es mir schon vor dem Gespräch an meinem Bauch ansieht! Außerdem muss ich mir wohl schon jetzt Gedanken über Schwangerschaftsbekleidung machen, das hatte ich mir eigentlich erst für später, im Frühling, eingeplant. Ich habe nicht viel im Schrank, was man als Schwangere im Winter tragen kann...

 

Mittwoch, 10.01.2007

Gestern hatte ich das Gespräch mit meinem Chef, um ihm die Schwangerschaft zu „beichten“. Es ist alles sehr gut gelaufen. Er hat mir gratuliert und wir haben und nett unterhalten. Er wollte dann sogar das Ultraschallbild ansehen und hat gestaunt, wie groß das Baby schon ist und wie gut man es auf dem Bild erkennt. Ich habe ja vor, das Jahr Elterngeld in Anspruch zu nehmen und noch ein wenig extra zu arbeiten, um nicht aus dem Job ganz herauszukommen. Ich weiß noch vom letzten Mal, wie schwer der Einstieg nach dem Mutterschutz wieder ist, und da habe ich ja nur die wenigen Wochen pausiert. Ich weiß auch nicht, wie viele Stunden ich dann noch nebenbei arbeiten kann, da ich ja noch nicht einschätzen kann, wie viel Zeit mir mit zwei Kleinkindern bleibt. Es ist nur fraglich, ob sich ein Projekt findet, in dem ich auch mit wenigen Stunden mitarbeiten kann, da es bei uns häufig Termindruck gibt. Meinem Chef habe ich das so erklärt und er war zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden werden. Es ist ja auch noch eine Menge Zeit bis dahin. Im Moment geht es mir nicht so gut. Die Übelkeit ist ja nicht mehr so schlimm, aber meine Müdigkeit setzt mir arg zu. Ich bin ja dabei, Steven abzustillen und wenn ich ihm in der Nacht ohne Stillen zum schlafen bringen muss, sitze ich so oft und lang neben seinem Bettchen. Und morgens schläft er nur noch bis ca. 5:30 Uhr ohne stillen, während ich nachts meistens nicht von 1 Uhr ins Bett komme. Seit Tagen habe ich mir vorgenommen, einmal einen Abend nicht zu arbeiten und ganz zeitig schlafen zu gehen. Aber es gibt so viel in der Arbeit zu tun, ich kann meinen Kollegen jetzt nicht im Projekt allein hängen lassen. Ich wollte es ihm schon gestern sagen, dass ich nimmer kann, aber ich habe so ein schlechtes Gewissen dabei und getrau mich nicht. Schließlich ist es ja nicht Schuld der Firma, dass ich ein Kind habe und schwanger bin! Ich denke, die haben ein Recht darauf, von ihren Mitarbeitern vollen Einsatz zu erwarten. In dem Stress komme ich auch nicht oft dazu, an unser Baby zu denken. Zum Glück schreibe ich dieses Tagebuch, so werde ich spätestens abends beim schreiben an meinen kleinen Bauchzwerg erinnert.

 

Freitag, 12.01.2007

Heute Abend arbeite ich endlich einmal nicht, ich bin so müde dass ich unbedingt einmal eher schlafen gehen muss. Gestern war ich in meiner Firma und habe auch einige Kollegen in ihren Büros besucht. Und drei Kolleginnen habe ich erzählt, dass ich schwanger bin. Sie haben mir alle ganz lieb gratuliert. Eine hat mir angeboten, einmal nachzusehen ob sie evtl. ein paar Hosen für mich hat, die mir vielleicht passen könnten. Das fand ich ganz lieb von ihr, denn finanziell sind wir ja momentan nicht so gut dran und wenn ich mir die Hosen nicht kaufen muss, ist es doch toll. Nun ist meine Schwangerschaft ja sowieso „offiziell “, da können es ruhig alle wissen. Mein Bauch scheint nämlich munter weiterzuwachsen, wenn ich mich von der Seite im Spiegel sehen oder an mir herunter schaue, dann finde ich das schon ganz schön extrem!

 

Sonntag, 14.01.2007

Mir geht’s fast gut! Meine Übelkeit hat sich auf ein Minimum reduziert, damit kann ich leben. Ich arbeite jetzt auch den dritten Abend nacheinander nicht, weil sich das aus dem Projekt heraus so ergeben hat und ich komme ein wenig zur Ruhe und zu etwas mehr Schlaf. Das wirkt sich wirklich positiv auf mein Befinden aus! (Morgen muss ich aber dann wieder was arbeiten, sonst fehlt`s am Geld.) Jedenfalls glaube ich, langsam komme ich auch dazu, meine Schwangerschaft ein bissel zu genießen!

 

Montag, 15.01.2007

Heute war unser zweiter Hochzeitstag. Weder ich noch mein Mann haben dran gedacht. Erst heut Abend fiel es mir wieder ein. Irgendwie geht alles im Alltagsstress unter. Ich hoffe, dass ich meine Schwangerschaft zukünftig intensiver wahrnehmen werde, sonst ist eines Tages das Kind da und ich bin einfach so durch die spannenden Wochen hindurch gerauscht. Ich muss mir immer wieder ins Gewissen rufen, dass ich diese Wochen doch genießen wollte!! Immerhin geht es mir ja wieder ganz gut. Ich habe nun auch meine Schwangerschaftshose wieder aus dem Schrank hervorgekramt, ich scheue mich nur immer noch ein bissel, sie anzuziehen. Weil ich doch erst im 4. Monat bin. Auch wenn mein Bauch aussieht wie fünfter oder sechster Monat, jedenfalls empfinde ich persönlich es so. Momentan zwänge ich mich immer noch in meine alten Jeans, aber lang geht das nicht mehr! Seit ein paar Tagen habe ich irgendwie Schmerzen im Unterleib. Ich kann es schlecht lokalisieren, irgendwie innen drin. Ich tippe auf meinen Beckenboden, der sich nach meiner ersten Schwangerschaft nicht richtig erholt hat und nun überlastet ist, weil ich ja ständig Steven durch die Gegend tragen muss. Der kleine wiegt über zwölf Kilo und will zurzeit immer auf den Arm. Was soll ich machen? Er ist ja auch noch klein und versteht es nicht wenn ich sage, dass ich Schmerzen habe! Ich mag eigentlich nicht vor dem nächsten Untersuchungstermin am 2.2. wieder zum Arzt gehen, weil das mit Steven wieder so stressig ist. Aber ich mache mir nun Sorgen, dass es vielleicht doch etwas anderes ist, was den Schmerz verursacht. Ich ringe noch etwas mit mir, aber eventuell gehe ich doch demnächst noch einmal zu meiner Ärztin.

 

Dienstag, 16.01.2007

Morgen gehe ich nun doch zum Arzt. Meine Freundin hat angeboten, mitzukommen und während der Untersuchung auf Steven aufzupassen Mein „Beckenboden“, oder was immer es ist, tut doch recht häufig weh. Außerdem hat gestern spät abends noch mein Bauch ziemlich „gezwickt“, ich glaube ich hab mir einfach an dem Tag zu viel zugemutet: Steven die ganze Zeit herumtragen, ein langer Spaziergang und das Hantieren im Haushalt... ich will einfach mal meine Ärztin fragen.

 

Mittwoch, 16.01.2007

Ich war heute bei meiner Ärztin. Als ich ins Sprechzimmer kam, sagte sie „Sie werden auch immer dünner! Sie sehen aus als würde sie zu Hause jemand quälen.“ Oha?! Sehe ich wirklich so schlecht aus? So etwas hat mir bisher auch noch niemand gesagt. Meine Blässe rührt sicher auch davon her, dass mein Eisenwert weiter gesunken ist. Ich schätze, bei der nächsten Untersuchung bekomme ich Eisentabletten verschrieben. Der Befund der Untersuchung war recht eindeutig: meine Gebärmutter hat sich gesenkt. Das kommt tatsächlich vom Beckenboden. In der Schwangerschaft wird außerdem durch die Hormone das ganze Gewebe weicher, deswegen wächst auch mein Bauch schneller. Und der Beckenboden gibt eben dem Druck leichter nach. Ich darf nicht so schwer heben, das Gewicht von Steven (über zwölf Kilogramm) ist absolut zu viel in meinem Zustand. Und ich soll mich möglichst oft hinlegen. Auch Beckenbodengymnastik muss ich machen. Schlimmstenfalls können sich die Gebärmutter, Blase und Scheide so absenken, dass alles „unten rauskommt“. Was für eine schreckliche Vorstellung! Meine Ärztin hat mir den Eindruck vermittelt, ich müsse das wirklich ernst nehmen! Ich habe mit meinem Mann gesprochen, dass er mir wenigstens, wenn er zu Hause ist, das Heben von Steven weitestgehend abnimmt. Aber wenn er arbeiten ist, bin ich auf mich allein gestellt. Ich versuche jetzt auch, meine Arbeit im Bett liegend zu erledigen, mit dem Notebook geht das ganz gut, so lange ich nicht online gehen muss. Ich muss nur aufpassen, dass ich dabei nicht einschlafe, wenn ich zu müde bin. Und ich habe heute endlich meine Schwangerschaftshose „eingeweiht“. Sie sitzt doch schon ganz gut und es ist ein tolles Gefühl, endlich genügend Platz am Bauch zu haben.

 

Freitag, 19.01.2007

Ich versuche, das Tragen von Steven so sehr einzuschränken, wie nur möglich. Mein Mann ist gerade zu haus und hebt mir Steven, wenn ich ihn um Hilfe bitte. Doch leider gibt es genügend Situationen, in denen ich Steven tragen muss, ob ich will oder nicht. Ich habe mir auch im Internet ein paar Gymnastikübungen herausgesucht, die ich möglichst konsequent täglich durchführen will. Ich hoffe nur, dass meine Maßnahmen ausreichen, um den Zustand meines Beckenbodens nicht weiter zu verschlimmern. Ich bin jetzt übrigens mitten in der fünfzehnten Schwangerschaftswoche und habe ein gutes Drittel der Schwangerschaft schon hinter mir.

 

Sonntag, 21.01.2007

Heute hatte mein Mann Frühschicht und das heißt, ich bin mit Steven den ganzen Tag allein und muss ihn auch selbst tragen, wenn er nicht laufen will. Unser Haus hat zwei Etagen und ich muss mit Steven mehrmals täglich die Treppen auf und ab. Wenn er auf der Treppe stehenbleibt und nicht weiter will, muss ich ihn tragen, mir bleibt keine andere Möglichkeit. Auf den Wickeltisch hebe ich ihn schon nicht mehr, das mache ich nun alles am Boden und in den Hochstuhl setze ich ihn nur noch zu den „großen“ Mahlzeiten. Autofahrten meide ich nun auch, denn das heben in den Kindersitz ist besonders unangenehm für mich. Heut Nachmittag tat mein Beckenboden dann wieder so weh, ich habe solche Angst dass es schlimmer wird! Was soll ich tun, wenn ich nur noch liegen darf? Aber vielleicht sehe ich alles viel zu schwarz, immerhin habe ich ja Maßnahmen ergriffen, die mir helfen sollen und die müssen ja erst einmal wirken. Bei der nächsten Untersuchung bei meiner Ärztin am 2.2. wird sie mir schon sagen, ob es sich verschlimmert hat. Ich habe meinen Bauchumfang vorhin mal wieder gemessen, er ist nun 90 cm! Ich werde meinen Mann bitten, dass er einmal ein Foto von meiner „Murmel“ macht. Mein Appetit ist immer noch nicht ganz wieder wie vor der Schwangerschaft, aber ich habe nun manchmal das Bedürfnis zu essen, obwohl ich überhaupt keinen Hunger habe. Ich muss aufpassen, dass ich mir nicht zu viele Kilos anfuttere!

 

Dienstag, 23.01.2007

Ich habe mir nun für Samstag einen Termin bei einer Hebamme besorgt. Sie will mir ein paar Beckenbodenübungen zeigen und kann mir sicher auch sonst noch einige hilfreiche Tipps geben. Wenn es mir in ihrer Praxis gefällt, werde ich sie auch zur Geburtsvorbereitung und Nachsorge hinzuziehen. In der ersten Schwangerschaft war ich bei der Hebamme hier im Ort, aber ich habe mich irgendwie nicht 100%ig gut aufgehoben gefühlt. Vielleicht lag es daran, dass sie noch so jung und in meinen Augen noch zu unerfahren war. Die andere Hebamme ist schon älter und war mir gleich auf dem ersten Blick sympathisch. Ich bin gespannt auf Samstag. Manchmal, wenn ich mich ruckartig bewege oder husten muss, zwickt es ganz heftig in meinem Bauch. Ich weiß nicht ob das von den Muskeln kommt, auf jeden Fall schmerzt es wirklich und ich kann mich dann für ein paar Sekunden gar nicht mehr bewegen, so weh tut der Bauch. Aber das habe ich auch schon erlebt, als ich zum ersten Mal schwanger war und deshalb beunruhigt es mich nicht. Es passiert ja auch nicht so häufig. Bis auf dieses kleine Problem und die Sache mit meinem Beckenboden würde ich sagen: es geht mir im Moment wirklich gut. Endlich!

 

Donnerstag, 25.01.2007

Ich habe endlich abgestillt! Vor zwei Tagen hat Steven das letzten Mal die Brust bekommen, seitdem geht es auch ohne Stillen. Manchmal gibt es zwar Proteste, aber wenn sich Steven in ein paar Tagen daran gewöhnt hat, kehrt hoffentlich wieder mehr Ruhe ein. Nun habe ich immerhin über fünf Monate „meinen Körper für mich“, bevor ich dann wieder eine mehrmonatige Stillbeziehung eingehe. Bei Steven hat das Ganze immerhin neunzehn Monate lang gedauert, die ich aber auch nicht missen möchte. Irgendwie bin ich auch ein wenig traurig, dass es nun vorbei ist, aber ich weiß dass es so besser ist. Die Schmerzen im Beckenboden sind weiterhin da, ich glaube manchmal, es ist noch schlimmer geworden. Obwohl ich Steven weniger trage und mich auch mal auf die Couch lege, während Steven spielt. Das Arbeiten im Liegen funktioniert auch nicht so recht, denn ich schlafe ständig dabei ein, weil ich so müde bin. Außerdem kann ich wegen meinem wachsenden Bauch das Notebook nicht mehr auf selbigen stellen, wie ich es früher getan habe, und in Rückenlage arbeiten. Und in Seitenlage wird es nach einigen Minuten unbequem. Ich hoffe nur, dass mir übermorgen der Termin bei der Hebamme etwas bringt, denn ich habe wirklich Angst dass sich mein Zustand weiter verschlechtert. Auf Toilette beim Wasserlassen tut es auch zeitweise weh und manchmal dauert es ewig, bis überhaupt etwas kommt. Es ist schon verrückt: da hat man endlich eine Beschwerde los, schon kommt die nächste. Ich bin nun in der sechzehnten Woche und gespannt, was mich noch so alles erwartet.

 

Samstag, 27.01.2007

Heute war ich bei der Hebamme und es hat mir gut gefallen in der Praxis. Wir hatten ein nettes Gespräch und ich habe auch einige nützliche Tipps und Übungen für zu Hause mitbekommen. Die Hebamme hat schon 34 Jahre Berufserfahrung und ich denke, dort bin ich wirklich in guten Händen. Sie konnte mich auch ein wenig beruhigen, denn sie sagte, dass die größte Hormonumstellung ja nun schon vorbei ist und daher meine Beschwerden – wenn ich mich mit Heben zurückhalte- wahrscheinlich erst einmal auf diesem Level bleiben und sich nicht weiter verschlimmern. Meine Gymnastik muss ich nun allerdings mit in den Alltag einbeziehen, so oft es geht. Heute Nachmittag habe ich einmal kurz das Gefühl gehabt, das Baby im Bauch zu spüren. Aber ich bin nicht sicher, ob das in der sechzehnten Wochen schon möglich ist. Es war ein zartes Flattern oder Stupsen von innen, wie ich es auch bei Steven hatte. Wenn ich es morgen wieder spüre, wird es wohl doch schon das Baby sein. Immerhin bin ich ja auch sensibler für dieses Gefühl als in der ersten Schwangerschaft, denn ich weiß ja schon, wie es sich anfühlt.

 

Montag, 30.01.2007

Das Gefühl, die ersten Kindsbewegungen zu spüren, kommt noch manchmal. Aber meistens ist es so kurz, dass ich es kaum richtig erfassen kann. Doch ich denke schon, dass es das Baby ist. Ich habe jetzt häufig Kopfschmerzen und meine Müdigkeit ist wieder einmal besonders heftig. Wenn ich mich tagsüber einmal hinlege und liegend mit Steven z. Bsp. ein Buch ansehe, schlafe ich manchmal ganz kurz ein. Oder ich erzähle irgendwelchen Schwachsinn, weil ich im Halbschlaf meine Gedanken nicht mehr richtig sortieren kann. Beim nächsten Arzttermin muss ich das einmal ansprechen, denn ich denke so macht sich der Eisenmangel bemerkbar.

Dienstag, 31.01.2007

Mein Bauchumfang beträgt jetzt 91 cm, heute habe ich wieder einmal gemessen. Meinen normalen Hosen kann ich nun alle im Schrank lassen und nur darauf hoffen, dass sie mir in einem Jahr hoffentlich wieder passen werden. Ich denke, nun sieht man es mir auch langsam an, dass ich schwanger bin. Eigentlich müsste ich mir auch wieder einmal Haare färben, denn ich habe doch schon einige graue mit dabei und man sieht es am Ansatz. Aber wenn man Ärzte oder Friseure fragt, gibt es geteilte Meinungen darüber, ob das nun schädlich ist oder nicht. Ich hadere jetzt mit mir, ob ich die Eitelkeit oder die eventuell auftretenden, wenn auch minimalen Risiken für das Baby als wichtiger ansehe. Bei Steven war ich auch mitten in der Schwangerschaft einmal Haare färben, aber lieber nur Strähnchen. Es hat nicht geschadet, aber wie schon gesagt, in der zweiten Schwangerschaft bin ich viel besorgter als in der ersten.

 

Weitere Tagebücher

 

  • Simone November 2006

    Ich bin schwanger! Heute habe ich den Test gemacht und er war positiv. Ich war überrascht, obwohl ich es doch schon geahnt habe. Seit einigen Tagen war mir schrecklich kalt, mein Frühstück ekelte mich an und ich war noch müder als sonst...

  • Simone Dezember 2006

    Gestern war unsere Firmen-Weihnachtsfeier und es war wirklich schön. Super Essen und ich weiß nicht wieso, aber mir war kein bisschen übel...

  • Simone Januar 2007

    Nun bin ich in der dreizehnten Woche. Meine Übelkeit hat sich auf ein erträgliches Maß reduziert, auch wenn sie fast immer präsent ist...

  • Simone Februar 2007

    Heute war ich wieder bei der Frauenärztin. Ich hatte recht mit dem Eisenmangel, der Wert lag heute nur bei 10,5 und ich muss nun Tabletten nehmen.

  • Simone März 2007

    Heute war ich beim Arzt wegen der Mutter-Kind-Kur und er hat meinen Antrag ohne Einwände ausgefüllt und unterschrieben. Wenn es nach ihm geht, bekomme ich die Kur. Nun ist es nur eine Frage der Krankenkasse, ob sie es genehmigen werden.

  • Simone April 2007

    Heute war ich wieder bei meiner Frauenärztin. Es wurde endlich ein CTG geschrieben, darauf hatte ich mich ja schon lang gefreut! Es ist schon ein seltsames Gefühl, wieder nach so langer Zeit das Gerät angeschlossen zu bekommen und die Herztöne des Babys zu hören. Es klang wie ein galoppierendes Pferdchen.

  • Simone Mai 2007

    Gestern war endlich der Arzttermin. Es gab leider keinen Ultraschall, aber dafür ein CTG und das ist ja auch schon was. Es ist alles in Ordnung mit dem Baby, meine Eisenwerte sind wieder im Absinken aber noch o.k. und ich wiege nun 68,6 kg.

  • Simone Juni 2007

    Vorhin sind wir nun vom Geburtsvorbereitungskurs wiedergekommen, mein Mann und ich. Es war ein schöner Abend, wir haben auch noch etwas dazugelernt. Ich hoffe, dass mein Mann mich bei der Geburt mit ein paar Massagegriffen und Atemtechniken unterstützen wird, die wir heute probiert haben. Was ich etwas traurig fand, war der Moment, als die Hebamme die Männer fragte, was sie an der Schwangerschaft bisher am schönsten fanden.

  • Simone Juli 2007

    Heute beginne ich nun das letzte Tagebuch zu schreiben, meine Schwangerschaft wird diesen Monat enden. Wenn ich darüber nachdenke, wie ich im November damit angefangen habe, so ist doch die Zeit unheimlich schnell vergangen. Ich hatte viele Erwartungen, manche haben sich nicht erfüllt. Und andere Dinge, die ich nicht vorhergesehen habe, sind eingetroffen.

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie in folgenden Blogs: Wunschkinder-Blog | Familienpolitik | Baby-Blog

 

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